Bosseln 2019

Schon mal vormerken!

Bosseln mit anschließendem Kohlessen im "Grünen Hof" in Logabirum am 23.02.2019 ab 15:00 Uhr

Hier finden Sie uns:

WSC Loga e.V.
Fährstrasse
26789 Leer (Ostfriesland)

Chronik

Logaer Fähre - dort ist jetzt unsere Steganlage

Der WSC Loga e.V. besteht seit nunmehr über 50 Jahren

 

Die Logaer Fähre, einst bedeutende Verbindungslinie zwischen Overledingen und dem übrigen Kreis Leer, liegt unmittelbar hinter dem Evenburgpark an der Leda. Ihre ruhige, friedliche Lage war schon immer Anziehungspunkt für Wassersport, Angler und Naturfreunde.

Was bot sich daher besser an, als an diesem Wasserparadies eine stabile Bootsanlage zu bauen?

Einige unentwegte, optimistische Wassersportfreunde setzten diesen Gedanken in die Tat um. Im Sommer 1965 waren die ersten Zusammenkünfte, Verhandlungen, technische Besprechungen und behördliche Absprachen folgten.

Am 14. Dezember 1965 war es dann soweit. Der Wassersportclub Loga war gegründet.

Mit viel Initiative und Idealismus ging es dann ans Werk. Nach wenigen Wochen schon waren erste Anzeichen eines Anlegers am Flußufer der Leda erkennbar.

Sicher hat damals keiner erahnt, welche Entwicklung und Größe dieser `WSC jemals erreichen würde.


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Heute ist unser Wassersport in dem Angebot des Freizeitsports voll integriert und anerkannt.

Eine dynamische Entfaltung ist bis heute geschaffen. Während in der Anfangsphase nur ein paar kleine unscheinbare Boote am provisorischen Anleger dümpelten, zählen wir heute fast 40 schmucke, solide Motor- und Segelyachten. Sie alle liegen an einer kompletten Steganlage.

Hinzu kommt ein separater. moderner Jugendsteg und Gästesteg.

Im Winter sind Boote und Gerät in einer massiven Halle bestens untergebracht und geschützt.

In der Halle ist zusätzlich ein gemütlicher Clubraum mit Küche und sanitären Anlagen.

Der Club selbst zählt ca. 130 Mitglieder, darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene. Für unsere Sparte eine stolze Zahl. Alle Kreise der Bevölkerung sind vertreten.

Sicherlich hat das Erreichte viel Arbeit, Aufwand und Kraft gekostet. Aber der Einsatz hat sich gelohnt. Unser Club ist finanziell gesund. Die anfallenden Umlagen je Mitglied sind für alle erschwinglich.

 

Motorbootfahren und Segeln gehören zu den wenigen Sportarten, bei denen die ganze Familie mitmachen kann.

Nur schade, daß unser Wassersport noch immer nicht in der Publikation den Rang erreicht hat, der ihm zusteht! Während unser Sport bei der Bevölkerung und bei anderen Sportarten volle Anerkennung gefunden hat, behandelt uns die Presse stiefmütterlich und reserviert!

Aber das schreckt uns Wassersportler nicht ab. Im Gegenteil! Von der ersten Stunde an standen Einsatz und Aufwand nie zur Debatte. Auch nach 40 Jahren ist der Elan nicht erlahmt. Bei uns sind alle die tragenden Elemente. Hier packt jeder mit an. Jeder hilft jedem! Füreinander und miteinander sind die Maximen dieser eingeschworenen. Mannschaft.

Georg Folkerts mit Sohn Arnold im "Primus"

Die Entstehung der Jugendabteilung

Im Juni des Jahres 1967 unternahm der Gymnasiallehrer Johannes Staak mit Schülern des Gymnasiums für Jungen in Emden eine Ruderfahrt, die auf dem Rückweg die Leda abwärts nach Loga führte. Für Wanderruderer ist es immer ein Problem, bei Niedrigwasser eine geeignete Stelle zu finden, an der die Ruderboote an Land gesetzt werden können, ohne Boote, Gepäck und Mannschaft mit Schlick zu überziehen. Deshalb war man dem WSC Loga sehr dankbar, daß die Boote über die Steganlage an Land gebracht und auf dem Clubgelände gezeltet werden durfte.

 

Als die drei Vierer aufgeklart nebeneinander lagen und die von langer Ruderarbeit ermüdeten Schüler satt und zu¬frieden vor ihren Zelten saßen, fragte der damalige Vorsitzenden des WSC Ludwig Dirks, ob solche Ruderboote nicht auch etwas für den WSC seien, denn in diesem jungen Verein wolle man eine Jugendabteilung gründen.

Da Sportruderboote außerordentlich teuer in Anschaffung und Unterhaltung sind und das örtliche Revier für das Rudern nicht besonders günstig ist, wurde mit einer kleinen Segeljolle dem Optimisten begonnen. Johannes Staak hatte diese in Dänemark kennen gelernt. Mit den "Optimisten" können schon Kinder unter 10 Jahren segeln, sie waren seinerzeit preiswert zu beschaffen und auf der Leda gut zu gebrauchen.

 

Mit seinem Dienstantritt an der Seefahrtschule Leer wurde Johannes Staak Mitglied im WSC und lag mit dem eigenen Boot am Steg des WSC. Der damalige Vorschlag wurde wieder aufgegriffen. Es wurde vereinbart, daß der Verein das Material für den Bau eines .“Optimist"-Dinghy, die Johannes Staak für den Verein bauen sollte, bezahlen würde. Wenn dieses Boot bei den Jugendlichen Anklang finden würde, könne man weiter sehen.

 

Damals hatte noch keiner der Wassersportvereine an Leda und Ems einen Optimisten. Daher lag es nahe, das Boot "Primus" zu taufen. Es hat sich als sehr robust erwiesen und segelte bis zum Jahr 2007 noch sehr erfolgreich für den WSC Loga. Das voll funktionstüchtige Boot liegt heute gut verwahrt auf dem Dachboden der Bootshalle und wird nur noch bei besonderen Anlässen eingesetzt bzw. ausgestellt.

 

Bald nach dem ersten erfolgreichen Einsatz beschloß der Vorstand, zuerst drei und dann weitere vereinseigene Optimisten aus Kunststoff zu beschaffen. Die Jugendabteilung wuchs kontinuierlich.

Leda-Regatta in den Anfangsjahren

Das Beispiel in Loga machte Schule: Für die Jugend des SV Leer baute Dr. Petersen im Winter 1968/69 gleich 12 Optimisten. Auch Weener und danach Papenburg und Jemgum folgten. im Frühsommer 1969 fand die erste Regatta für Optimisten auf der Leda zwischen Loga und Wiltshausen statt. Eine Regatta im Tidestrom auf der Leda hat ihre Besonderheiten. Schwierig ist der Start im Strom unter Windabdeckung durch den Evenburgpark . Deshalb wurde damals eine Leine quer über den Fluß

gespannt, an der sich alle Segler bis zum Startschuß festhalten mußten.

Pokale für die Tweelandenregatta

 

 

 

Diese Regatten in Loga machen allen Beteiligten immer wieder viel Freude, so daß sie seit 1969 über viele Jahre und mit guter Beteiligung stattgefunden haben, im Jahr 2009 zum vierzigsten Mal. Aufgrund der starken Strömung in der Leda aufgrund vieler Flussbegradigungen und vor allem der Emsvertiefung, ist ein gefahrloses Segeln für die Kinder auf der Leda nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wurde die WSC-Regatta an das Oldambtmeer in Midwolda (NL) verlegt und wird dort jetzt immer am 2. Juniwochenende als "Tweelandenregatta" zusammen mit dem dortigen Verein Zeilvereniging Oldambtmeer (ZVO) durchgeführt.

Unser 50-jähriges Vereinsjubiläum in Bildern